Reibungslose Abläufe im Mammografie-Screening

Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Um die Heilungschancen zu erhöhen ist es besonders wichtig, die Erkrankung in einem möglichst frühen Stadium zu erkennen. Um dies zu fördern, hat die Bundesregierung das flächendeckende Mammografie-Screening ins Leben gerufen. Hier gilt es, verschiedene IT-Systeme zu vernetzen und den reibungslosen Workflow über verschiedene Standorte hinweg zu gewährleisten. Aber auch die kurative Mammografie stellt besondere Anforderungen an die Bildlogistik und -darstellung.

Optimierte Befundung mit JiveX

Zu Beginn des Untersuchungsprozesses zeichnet sich JiveX durch die reibungslose Integration Ihres Informationssystems aus, in dem die Patientenaufnahme sowie die Untersuchungsplanung erfolgen. Die mit diesen Informationen generierten Arbeitslisten gewährleisten die notwendige Datenkonsistenz. Damit wird sichergestellt, dass immer alle zu einem Behandlungsfall gehörigen Daten aufgefunden werden können. Dies trifft genauso für die MTRA als auch den befundenen Radiologen zu.

Nachdem die eigentliche Untersuchung abgeschlossen ist, kontrolliert die MTRA an einer Workstation die Qualität der Aufnahmen. Hierbei achtet sie insbesondere auf eine gute Bildqualität und die korrekte Dokumentation nach Röntgenverordnung (RöV). Die besagt, dass neben den Patientendaten auch die Strahlenexposition und weitere untersuchungsrelevante Informationen mit dem Bild verknüpft sein müssen. Gibt es keine Beanstandungen, werden die Aufnahmen zur Befundung an den Arzt übermittelt. Hierfür können bereits im Vorfeld bestimmte Arbeitsplätze festgelegt werden, an die die Übertragung automatisch erfolgt.

Bei der Befundung werden dann Routine-Arbeitsschritte durch hoch spezialisierte Hanging-Protokolleautomatisiert. In deren Erstellung und Programmierung ist das Wissen vieler erfahrener Befunder eingeflossen. Durch den Einsatz der Hanging Protokolle wird eine schnelle und effiziente Befundung gewährleistet. Damit sich der Arzt in seiner Befundungsumgebung „wohl fühlt“, lassen sich sowohl die Hanging Protokolle als auch die Arbeitsoberfläche individuell anpassen. Die Hauptunterstützung des Befundprozesses findet durch ein automatisches Vorladen von Voruntersuchungen und deren standardisierte Bildschirmanzeige statt. Auf diese Weise kann der Arzt sicher und schnell die Befundung durchführen. Hierbei wird er durch die vielfältigen Möglichkeiten der Bildbearbeitung, z.B. Zoomen, Grauwertfensterung, Helligkeits- und Kontrastanpassungen oder Inversion unterstützt. Insgesamt führt dies zur einer erhöhten Befundungssicherheit und somit zu einer Verbesserung der Befundqualität.

Die Befundungsdokumentation erfolgt strukturiert unter Verwendung der internationalen Standards (ACR-Schema und BI-RADS Klassifikation). Mit der Kategorisierung wird einerseits die Mammadichte (ACR) definiert und andererseits das Karzinomrisiko (BI-RADS) abgeschätzt. Daraus leitet sich dann das weitere Procedere für die Patientin ab. Die Eingabe erfolgt arbeitsablaufoptimiert über den Zahlenblock der Tastatur oder ein zusätzliches Keypad.

Flexible Archivierung, schneller Zugriff

Die Archivierung der Bilder und Befunde erfolgt flexibel, ganz den individuellen Kundenbedürfnissen angepasst. So können die Daten auf CD oder DVD in einem Single-Media-Archiv abgelegt oder in vernetzten Strukturen imStorage Area Network (SAN) gespeichert werden.

Erhöhte Anforderungen an Bildlogistik im Screening

Das Mammografie-Screening stellt erweiterte Anforderungen an die Integration und Bildlogistik. Die Kassenärztlichen Vereinigungen Bayern auf der einen Seite sowie Nordrhein und Westfalen-Lippe auf der anderen haben für das Screening-Programm jeweils eine eigene Software entwickelt, mit der das Einladungswesen organisiert und die Klientinnendaten verwaltet werden. So existieren mit MammaSoft und MaSc zwei Systeme, die VISUS in das PACS der Screening-Einheiten integriert.

Die Klientin wird über die Screening-Software zur Reihenuntersuchung eingeladen. Wenn sie sich in der Screening-Einheit vorstellt, werden die Daten von der Versichertenkarte eingelesen und der Modalitätenarbeitsliste hinzugefügt. Nach der Untersuchung erfolgt die automatische Weiterleitung der Bilder an eine vordefinierte Befundstation. Damit ist ein reibungsloser Workflow gewährleistet, der die Versorgung vieler Klientinnen in einem umschriebenen Zeitabschnitt ermöglicht. Kommen die Frauen zu Folgeuntersuchungen erneut in das Brustzentrum, werden auch die Voraufnahmen automatisch mit geladen.

Wir sind in der Lage, alle Prozesse rund um die Bildlogistik des Mammografiescreenings On- und Offline abzudecken. JiveX unterstützt dabei mobile Einheiten genauso wie die strukturierte Befundung an verschiedenen Standorten.